Mit der Schweizerischen Reformations-Kollekte 1965 wird um Unterstützung unserer neuen Kirche in Lommis gebeten.
Wir lesen dort dazu folgenden Artikel:
Das thurgauische Lommis an der Postautolinie Matzingen-Wil ist eine Gemeinde mit katholischer Mehrheit. Die Bevölkerung betätigt sich in der Landwirtschaft und im dörflichen Kleingewerbe. Die Gottesdienste der nur dreihundert Protestanten zählenden Kirchgemeinde wurden bisher im renovationsbedürftigen paritätischen Gotteshaus abgehalten und die übrigen Gemeindeanlässe im baufälligen ehemaligen Schulhaus. Weil die paritätische Kirche größenmäßig der kleinen protestantischen Schar keineswegs entspricht, entschloß man sich, von einer gemeinsamen Renovation abzusehen, das paritätische Verhältnis aufzulösen und ein eigenes Kirchlein zu bauen. Der Bauplan sieht einen Gottesdienstraum mit 130 Plätzen und eine durch Schiebewand trennbare Gemeindestube für 50 Personen vor. Der einfache Bau ist, mit Friedhofgestaltung, jedoch ohne Glocken und Orgel, auf 640 000 Franken veranschlagt worden. Als Ablösungsbeitrag der Katholiken sind 150 000 Franken zu erwarten und an Spenden sind gegen 50 000 Franken eingegangen.
Da Lommis den höchsten Steuerfuß der evangelischen Gemeinden des Kantons aufweist und trotzdem nur mit einem jährlichen Steuerertrag von 20 000 Franken rechnen kann, ist die kleine Gemeinde dankbar für die Hilfe der Landeskirche und der protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine.
Allein aus dem Aufruf für die Reformations-Kollekte kamen 163’889.50 zusammen.
Aus weiteren vielen kleineren und grösseren Spenden gab es eine Summe von 316’926.70.
Die Auslösungssumme aus der paritätischen Kirche konnte mit 150’000 verbucht werden.
Sogar der Basar konnte mit einem sehr stolzen Betrag von ca. 30’000 abgeschlossen werden.